Zum Seiteninhalt springen

     

In vielen Ländern der Welt gibt es für Erkrankte kaum Hoffnung auf Heilung, da es dort an geeigneten Kliniken, Fachkräften, Medikamenten und Materialien mangelt. Die Albertinen-Stiftung hat daher im Sommer 2023 mit „Medizin GLOBALbertinen“ ein neues Projekt ins Leben gerufen, zusammen mit dem Albertinen Krankenhaus der Immanuel Albertinen Diakonie in Hamburg. Ziel ist es, dass Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte in ärmeren Ländern mithelfen, Krankenhäuser mit aufzubauen. Hamburger Teams reisen dafür mehrmals für einige Wochen ins Ausland, um einheimische Fachkräfte intensiv zu schulen, oder stehen mit den Kolleginnen und Kollegen online im Austausch. Zum Teil finden auch Hospitationen in Hamburg statt.

Ganz bewusst liegt der Fokus auf Fort- und Weiterbildungen für das Personal vor Ort: Die einheimischen Mitarbeitenden sind dadurch anschließend selbst in der Lage, auch komplexere Behandlungen durchzuführen – Stichwort „Hilfe zur Selbsthilfe“. So leistet das Projekt „Medizin GLOBALbertinen“ einen wichtigen Beitrag dazu, die medizinische Infrastruktur in den ärmeren Regionen der Welt nachhaltig zu verbessern. Zugleich erleben die Teams aus Deutschland einen Perspektivwechsel, der ihnen ebenfalls langfristig im deutschen Klinikalltag zugutekommt.

Beispiel Madagaskar

Der afrikanische Inselstaat Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Für mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind selbst die einfachsten Gesundheitszentren viel zu weit entfernt, als dass sie sich dort im Notfall Hilfe holen könnten.

Hier setzen Teams aus dem Albertinen Krankenhaus unter der Leitung von Dr. med. Henrik Zecha an, Chefarzt der Urologie und Uroonkologie. Die Teams schulen einheimische Kräfte darin, Notfälle ebenso zu behandeln wie langfristige Erkrankungen, bspw. Krebs oder Inkontinenz. Auch Rekonstruktionen, also die Behandlung krankhafter Veränderungen wie z.B. angeborene Harnleiterverengungen, stehen auf dem Schulungsprogramm.

Um Flüge, Unterkunft, Verpflegung, Versicherungen und Impfungen für die fünf- bis achtköpfigen Teams zu bezahlen, sind pro Einsatz 15.000 bis 20.000 Euro nötig.

 

Beispiel Uganda

Mutter zu werden ist in Uganda mit erheblichen Risiken verbunden: Die Müttersterblichkeit rund um die Geburt zählt zu den höchsten weltweit. Häufig fehlen grundlegende Voraussetzungen wie aktuelles Fachwissen, verlässliche Abläufe und eine solide Ausstattung in der Geburtshilfe.

Genau hier setzt das Projekt „Midwife Exchange with Uganda“ (MEWU) an – ein Hebammenaustausch mit Uganda. Fachkräfte-Teams aus dem Albertinen Krankenhaus
schulen Hebammen, Ärztinnen und Ärzte in geburtshilflichen Standard- und Notfallsituationen, unter Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Klapdor, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Albertinen Krankenhaus, und gemeinsam mit ugandischen Kolleginnen und Kollegen. Das erworbene Wissen wird regelmäßig über Online-Kurse vertieft und vor Ort durch praktische Trainings ergänzt. Diese Praxisphasen sind entscheidend, um das Gelernte routiniert anwenden und gerade in Notsituationen sicher handeln zu können. Für jede Einsatzreise entstehen Kosten von ca. 10.000 Euro – für Material, Flüge, Unterbringung und Verpflegung. Diese Kosten werden ausschließlich durch Spenden getragen.

 

Herzlichen Dank, wenn Sie mit Ihrer Spende dazu beitragen, dass auch Menschen in Entwicklungsländern auf medizinische Hilfe und Heilung hoffen dürfen!

Kontakt

Dr. Dorothee Unterfrauner

Fundraising

Albertinen-Stiftung

Tel. 040 55882836
E-Mail