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Gute Kliniken, qualifiziertes Fachpersonal, passende Medikamente und OP-Materialien: In vielen Ländern der Welt mangelt es an all diesen grundlegenden Eckpfeilern der medizinischen Versorgung. Hier setzt das Projekt „Medizin GLOBALbertinen“ an, das die Albertinen-Stiftung im Sommer 2023 gemeinsam mit dem Albertinen Krankenhaus ins Leben gerufen hat.

Mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, reiste Ende Februar 2026 das bereits vierte Team aus Hamburg nach Madagaskar, unter Leitung von Dr. med. Henrik Zecha, Chefarzt der Urologie und Uroonkologie des Albertinen Krankenhauses. Im Mittelpunkt der zweiwöchigen Schulungen standen praxisnahe Anleitungen und der fachliche Austausch mit dem medizinischen Personal vor Ort. Rund 30 madagassische Chirurginnen und Chirurgen mit urologischem Schwerpunkt nahmen teil, ebenso wie zahlreiche Anästhesistinnen, Anästhesisten und Pflegekräfte.

Das Hamburger Team assistierte dabei bei fast 30 Eingriffen in einer Klinik nahe der Hauptstadt Antananarivo. In den Pausen zwischen den OPs ging es um theoretische Grundlagen, unter anderem in den Bereichen Diagnostik, Hygienestandards, effiziente Abläufe und Kommunikation im Operationssaal sowie Komplikationsmanagement. Ein besonderer Fokus lag zudem auf der nachhaltigen Weiterentwicklung klinischer Strukturen: Gemeinsam erarbeiteten deutsche und madagassische Kolleginnen und Kollegen einen neuen Strukturplan für Visiten, optimierte Abläufe für die Notaufnahme sowie konkrete Impulse zur Verbesserung von Pflegeprozessen auf den Stationen.

Ermöglicht wurde der Einsatz durch das Förderprogramm Klinikpartnerschaften der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) sowie die apoBank-Stiftung.

Dank dieser Unterstützung kann die medizinische Versorgung vor Ort nicht nur kurzfristig verbessert, sondern langfristig gestärkt werden. Wir bedanken uns herzlich!

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