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Zwei neue medizinische Geräte erweitern seit Kurzem die Möglichkeiten der Abteilung Innere Medizin. Sie verbessern die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse deutlich – insbesondere für Patientinnen und Patienten mit Diabetes. Ermöglicht wurde die Anschaffung durch die Unterstützung einer Förderstiftung.

Cholangioskop – präzise Diagnostik und schonende Therapie

Die Bauchspeicheldrüse ist eines der Organe, das bei einer Diabeteserkrankung besonders stark belastet ist. Da hier normalerweise Insulin produziert wird, ist sie bei Menschen mit Diabetes häufig geschwächt und anfällig für weitere Erkrankungen.

Um Veränderungen frühzeitig und zuverlässig erkennen zu können, wurde ein modernes Cholangioskop angeschafft. Mit hochauflösender Bildgebung lassen sich damit krankhafte Veränderungen wie Gallensteine, Verengungen (Stenosen), Infektionen oder Tumoren im Bereich der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse präzise darstellen. Ein großer Vorteil: Viele Befunde können direkt während der Untersuchung endoskopisch behandelt werden.

Das neue Gerät arbeitet zudem mit einer geringeren Strahlenbelastung als herkömmliche Systeme und ist sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für Ärztinnen und Ärzte besonders schonend und komfortabel in der Anwendung.

Elektrohydraulische Sonde – effektive Hilfe bei großen Steinen

Ergänzt wird das Cholangioskop durch eine elektrohydraulische Sonde, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn besonders große Gallen- oder Pankreassteine entdeckt werden. In solchen Fällen stößt das Cholangioskop allein an seine Grenzen – hier ist zusätzliche „Sprengkraft“ gefragt.

Genau diese liefert die Sonde: Große Steine können noch während der Untersuchung gezielt zertrümmert und entfernt werden. Das sorgt für schnelle Linderung und ist insbesondere für Menschen mit Diabetes von großer Bedeutung. Sie leiden laut Studien etwa dreimal häufiger an schmerzhaften Gallensteinen als stoffwechselgesunde Menschen, da diabetesbedingt veränderte Leberzellen die Gallensäureproduktion hemmen und gleichzeitig mehr Cholesterin ins Blut abgeben.

Unser herzlicher Dank gilt der Förderstiftung, deren Unterstützung die Anschaffung dieser modernen Medizintechnik ermöglicht hat.

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