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„Herzkrank? Ich? Niemals!“ So reagieren vor allem viele jüngere Patientinnen und Patienten, wenn bei ihnen ein Herzinfarkt, Vorhofflimmern oder andere Herzerkrankungen diagnostiziert werden. Plötzlich werden sie sich ihrer eigenen Endlichkeit und Verwundbarkeit bewusst, was tiefe Ängste und depressive Verstimmungen auslösen kann. Dann ist nicht nur das Herz aus dem Takt geraten, sondern auch die Psyche: eine Belastung für die Lebensqualität, die den Heilungsprozess erschwert.

Um diesen Zusammenhang zwischen Herz und Psyche stärker in den Blick zu nehmen, hat das Albertinen Krankenhaus ein besonderes Angebot geschaffen: die psychokardiologische Betreuung. Sie verbindet die medizinische Behandlung von Herzerkrankungen mit gezielter psychologischer Unterstützung – und stellt damit den Menschen als Ganzes in den Mittelpunkt.

Das Angebot ist in enger Zusammenarbeit zwischen dem Albertinen Herz- und Gefäßzentrum und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Albertinen Krankenhaus entstanden. Es hilft dabei, seelische Belastungen frühzeitig zu erkennen und Patientinnen und Patienten sowohl im Krankenhaus als auch im Anschluss ambulant zu begleiten.

Konkret umfasst das Angebot eine psychokardiologische Sprechstunde sowie einen Konsildienst. Ziel ist es, Betroffene dabei zu stärken, mit ihrer Erkrankung besser umzugehen, Ängste abzubauen und neue Perspektiven für ihren Alltag zu entwickeln.

Zwei Mitarbeitende der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie haben hierfür eine spezielle Weiterbildung im Bereich der psychokardiologischen Grundversorgung absolviert. So können sie gezielt auf die besonderen Bedürfnisse von Herzpatientinnen und -patienten eingehen.

Ermöglicht wurde diese Weiterbildung durch die Unterstützung von Förderstiftungen sowie durch Spenden dankbarer Patientinnen und Patienten. Dafür sagen wir herzlich Danke!

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