Komplizierte Zwillingsgeburten, Blutverlust, Beckenendlagen: Unter der Geburt kann vieles passieren, was Hebammen und Ärzt/innen vor Herausforderungen stellt – das gilt ganz besonders für medizinische Fachkräfte aus Ländern, in denen das Gesundheitssystem große Schwächen aufweist.
Umso größer war nun das Interesse zweier Teilnehmenden am Kreißsaal-Notfalltrainingstag im Albertinen Krankenhaus am 19. März 2026: Eine Hebamme und ein Chefarzt der Gynäkologie waren extra aus Uganda angereist, um mit deutschen Kolleg/innen die neuesten Methoden der Notfallversorgung zu trainieren. Insgesamt verbrachten die beiden Gäste aus Uganda zwei Wochen in Hamburg, im Rahmen des Projekts „Medizin GLOBALbertinen“ der Albertinen-Stiftung und des Projekts „Midwife Exchance with Uganda“, das Prof. Dr. Rüdiger Klapdor, Chefarzt der Gynäkologie am Albertinen Geburtszentrum, vor einigen Jahren ins Leben gerufen hatte.
Im Fokus der zweiwöchigen Weiterbildung standen sowohl Standardsituationen als auch medizinische Notfälle rund um die Geburt. Neben dem Kreißsaal-Notfalltraining konnten die beiden Gäste wertvolle Einblicke in strukturierte Abläufe und moderne Behandlungsmethoden im Albertinen Geburtszentrum gewinnen.
Der Austausch ist von großer Bedeutung, denn in Uganda sind Schwangerschaft und Geburt nach wie vor mit erheblichen Risiken verbunden: Die Müttersterblichkeit gehört zu den höchsten weltweit. Das in Hamburg vermittelte Wissen kann daher einen wichtigen Beitrag leisten, die Versorgung vor Ort nachhaltig zu verbessern und langfristig ein strukturiertes Qualitätsmanagement sowie kontinuierliche Trainingsprogramme im Partnerkrankenhaus und den umliegenden Gesundheitszentren zu etablieren.
Ermöglicht wurde der jetzige Besuch dank großherziger Freunde und Förderer – dafür sagen wir von Herzen Danke! Weitere Spenden sind nun willkommen für die nächsten Pläne: Ein Gegenbesuch eines deutschen Teams in Uganda zu weiteren Schulungen vor Ort soll im Herbst stattfinden. Spenden können Sie dafür direkt hier »
Vielen Dank an alle bisherigen und auch künftigen Unterstützerinnen und Unterstützer von „Medizin GLOBALbertinen“!


