Dank der großzügigen Unterstützung dankbarer Patientinnen und Patienten konnte die Albertinen-Stiftung dem Albertinen Krankenhaus ein innovatives Frühmobilisationssystem für die Intensivstation zur Verfügung stellen.
Menschen, die auf einer Intensivstation behandelt werden, können in der Regel nicht selbstständig sitzen. Viele sind beatmet oder über Drainagen und Infusionssysteme versorgt. Gerade in dieser sensiblen Phase ist die frühe Mobilisation jedoch ein entscheidender Baustein moderner Intensivmedizin.
Mit dem neuen Mobilisationssystem steht nun ein Gerät zur Verfügung, das genau hier ansetzt. Anders als herkömmliche Stühle, die vor allem komfortables Sitzen und lagerungsverändernde Positionierungen ermöglichen, vereint das neue System Liege, Kipptisch und Stuhl in einem. Die stufenlose Aufrichtung aus der Liegeposition erlaubt eine sichere Mobilisation – selbst unter mechanischer Beatmung oder bei komplexer apparativer Versorgung.
Die Vorteile der vertikalen Position sind vielfältig: Sie unterstützt Atem- und Kreislauffunktion, reduziert Komplikationen, senkt das Risiko einer neuromuskulären Schwäche und ermöglicht therapeutische Maßnahmen, die sonst nicht realisierbar wären. Gleichzeitig kann eine frühzeitige Mobilisation die Beatmungsdauer verkürzen und sich positiv auf die Länge des stationären Aufenthalts auswirken. Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet das Aufrichten zudem einen wichtigen mentalen Wendepunkt – Motivation, Zuversicht und die aktive Mitarbeit am eigenen Genesungsprozess werden gestärkt.
Auch das Behandlungsteam profitiert: Körperlich belastende Transfers und Haltesituationen werden deutlich reduziert und die Mobilisation kann strukturiert, sicher und unabhängig von der aktuellen Personalstärke durchgeführt werden. Dies steigert nicht nur die Patientensicherheit, sondern trägt auch zur ergonomischen Entlastung der Mitarbeitenden bei.
Durch das Engagement ehemaliger Patientinnen und Patienten kann die moderne Intensivmedizin des Albertinen Krankenhauses nun genau dort weiterentwickelt werden, wo sie am dringendsten benötigt wird. Allen Förderinnen und Förderern sprechen wir hierfür unseren aufrichtigen Dank aus.
